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Marcel Hacker wurde im Herbst 1991 bei einem Stadtfest in seiner Geburtsstadt Magdeburg für das Rudern entdeckt. Er sollte auf dem Ergometer seine Physis beweisen und zeigte schon in frühen Jahren eine beeindruckende Leistung. So wurde Marcel schnell im Verein gefördert und kam zum Rennrudern. Die Anfänge waren gemacht, als er mit seinen Magdeburger Kameraden auf den Jahrgangsmeisterschaften im Doppelvierer 1992 den zweiten Rang belegte. Doch der Weg sollte in den Einer gehen. 1994 war er schon zweitschnellster Junior in Deutschland und kam durch diese Leistung in die Nationalmannschaft. Auf den Weltmeisterschaften in München holte er Gold im Doppelvierer und bekam Lust auf mehr. Der erste große internationale Erfolg folgte im nächsten Jahr: Er holte1995 in Poznan den WM-Titel der Junioren im Skiff und war damit der talentierteste Athlet seines Jahrgangs.
1999 stieg er dann nach erfolgreichen Jahren im Großboot des DRV in den Einer. Nach seinem Sieg auf der nationalen Qualifikationsregatta konnte er den nationalen Durchbruch schaffen, er gewann die Diamond Sculls auf der Royal Henley Regatta und holte auf den Weltmeisterschaften einen 10. Platz.
Als es dann in Sydney 2000 um die Medaillen ging, war mit dem Olympiasieger im Einer von 1996 Xeno Muller (Schweiz), mit dem dreimaligen Weltmeister im Einer Rob Waddell (Neuseeland) und dem Olympiasieger-Schlagmann im Achter von 1992 Derek Porter (Kanada) das stärkste Einerfeld am Start, dass es jemals in der Olympischen Geschichte gab. Doch Hacker schaffte das Unmögliche, er ruderte klug und packte die Chance beim Schopf – in einem unglaublichen Finish holte er sich die Bronzemedaille und „verpasste“ die Silbermedaille nur um 28 Hundertstel.
In der Saison 2002 schaffte Marcel Hacker die unglaubliche Serie und gewann alle Rennen in beeindruckender Art und Weise. Die nationale Ausscheidung, die Internationale Regatta in Duisburg, alle drei Weltcup-Regatten und die Weltmeisterschaften in Sevilla wurden von dem Ausnahmeathleten aus Deutschland gewonnen. Das Sahnehäubchen war in Sevilla auf dem Saisonhöhepunkt die beste Zeit, die je ein Ruderer im Einer erreichen konnte: 6:36,33 min.
Auch die Saison 2003 dominierte Hacker seine Bootsklasse international mit dem Gesamt-Weltcup Sieg, musste sich bei der WM in Mailand mit Silber begnügen. Die olympische Saison 2004 wurde nach Erfolgen beim Weltcup in Eton und Luzern (jeweils Platz 2) durch die dreiwöchige Krankheit durcheinander gebracht. Der ganz große sportliche Traum konnte nicht in Erfüllung gehen, Marcel musste sich mit dem Sieg im Kleinen Finale anfreunden.
2005 beginnt das Spiel im Rhythmus der Olympiade bis 2008 wieder und die Rahmenbedingungen für Marcel Hacker haben sich weiter verbessert. Durch seinen Vereinswechsel zur Frankfurter RG Germania und durch die Unterstützung der Deutschen Bahn AG haben sich seine sportlichen Erfolge schon wieder eingestellt.
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